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St. Laurenzenbad

 

 

Laurenzenbad 1858

 

Eine alte Sage weiss zu melden, zwei Quellen, eine warme und eine kalte, traten in einer kleinen, dem hl. Laurentius geweihten Kirche zu Tage und dienten Kranken und Dürstenden zu Heilung und Labung. Als man 1839- 1841 daran ging, über dem Laurenzenquell ein Kur- und Badehaus zu bauen, waren auch noch Mauerreste der alten Kapelle des hl. Laurentius deutlich sichtbar.

 

Aus verschiedenen Aktenanmerkungen der vierziger Jahre (1840) geht klar hervor, dass das Sankt Laurenzenbad in weitem Umkreis als wohltätig und heilkräftig galt. Mit Aarau bestand zweimal täglich Wagenverbindung (Endstation: Gasthof Ochsen am Schlossplatz). An den "Gsüchtiwagen", wie das Laurenzerbad-Gefährt im Volksmund geheissen wurde, vermag man sich in Aarau und Erlinsbach selbst heute noch recht gut zu erinnern.

 

Um die Jahrhundertwende verödete das St Laurenzenbad in zunehmenden Masse, und seine vielfach gerühmte Tavernenwirtschaft wies meist nur noch an schönen Sommertagen nennenswerten Besuch auf.

 

Ein gegründeter "Friedheim-Verein" erhielt die Kompetenz im St. Laurenzenbad eine Heimstätte für Unheilbare einzurichten, die später in "Kantonale Heimstätte für chronisch Körperkranke und Altersschwache" umgetauft wurde. Die Übernahme erfolgte auf den

1. Juni 1908.

 

Schon 1911 musste die "Friedheimwirtschaft" geschlossen werden - zum Leidwesen mancher Jurawanderer und zur Freude sämtlicher Erzbach- Forellen.

 

Die Jahre 1983 / 84 waren für das Friedheim bedeutende Jahre. 1983 konnte ein Jubiläum gefeiert werden. Vor 75 Jahren wurde das Laurenzenbad in eine Heimstätte umgewandelt.

 

Am 1.August 1984 wurde das Zepter von Ernst und Frieda Hersberger an jüngere Kräfte, nämlich Fritz und Katharina Althaus übergeben.

 

Heute wird das Heim von Frau Christine Leimer geführt.

Laurenzenbad 1998

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