Ursprung 1000 - 1299 1300 - 1499

1500 - 1699 

1700 - 1899 1900 - 1999 2000 - 2099

Chronik von Erlinsbach

Dokumentenverzeichnis Gemeindearchiv

1500 - 1699:

1500: Der Büchsenmeister Anthoni Lupenhofer untersuchte das Erz von Erlinsbach, auf seine Tauglichkeit zur Herstellung von gusseisernen Kugeln. Das Ergebnis war negativ.

1523: Der Schafmattweg wurde nach dem Kauf der Herrschaft Gösgen 1485 und Kienberg 1523 von strategischer Bedeutung für Solothurn. Er war die kürzeste Verbindung zwischen Aarau und Basel, sowie dem verbündeten Mülhausen.

1526: Schiedsrichterlicher Spruch über den Streit zwischen Bern und Solothurn betreffend Erlinsbach.

1528: 1528 kamen auch Dinghof und Kirchensatz von Erlinsbach, aus dem früheren Besitz des Klosters Einsiedeln in den Besitz von Bern.
Im gleichen Jahr trat Bern zum evangelischen Glauben über. Als Landesherr teilte es die Leute links des Erzbaches - der heutige Aargauer Teil - der Kirchgemeinde Kirchberg zu. Das solothurnische Erlinsbach blieb beim katholischen Glauben.

1535: Wurde das Gebiet im Laurenzen von den Johannitern zu Biberstein zwangsweise an Bern verkauft.

1580: Wappentafel "Reich - Bern - Königsfelden" am Kirchgemeindehaus (ehemalige Pfarrscheune)

1665: Eine Grenzbereinigung brachten erst die Verhandlungen in Wynigen vom 18. November 1665, wonach der Erzbach "uff ewige Zytte die Grenzfunktionen ausüben solle". Obererlinsbach kam zum Kanton Solothurn. Durch diesen Entscheid ist die Grenze am Erzbach endgültig gezogen worden. Es kam aber trotz diesem Bereinigen der Grenzen zu weiteren Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten.

1666: Jakob Kyburtz vordem in Erlinsbach gewesener Schulmeister verlässt das Dorf, worauf die Bürgen Hans Kyburtz der Asper und Jäggli Roth das Haus feilboten. Die Gemeinde Obererlinsbach und die Kirchgemeinde kauften das Haus für 125 Berner Gulden. (Urkunde im Besitz der Gemeinde Erlinsbach).

Ausübung des niederen Gerichtes:

Einige Auszüge aus den Protokollen:
1676: Andres Werli wird wegen Tabakrauchens mit 4 Pfund gebüsst.

1677: Samuel Rot wird mit 6 Pfund bestraft, weil er seine Hochzeiterin trotz vorherigem Beischlaf im Kranz zur Kirche führte.

1677: Wegen Spielens im Wirtshaus werden einige gebüsst. / Haberstock, der Schlosser, erhält wegen Tabakrauchen erneut 6 Thaler Strafe.

Von Interesse ist der erfolglose Kampf gegen den aufkommenden Tabakgenuss, dessen Versuchungen selbst der Chorrichter erlegen war.

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